Kraftwerk Sonne

Würde man nur 0,

01 % der Sonnenenergie, die die Erdoberfläche erreicht, nutzen, so könnte man den gesamten heutigen Energiebedarf der Menschheit decken. Viele Dächer und Fassaden braten nutzlos in der Sonne und warten nur darauf, die eingefangene Energie sinnvoll abzugeben. Stattdessen werden weiterhin wertvolle Rohstoffe wie Gas, Öl und Kohle zur Energieerzeugung verbrannt, belasten dadurch unnötig unsere Umwelt und beschleunigen Treibhauseffekt und Klimaveränderung.

Thermische Solaranlagen zur Erwärmung von Wasser
Sonnenkollektoren befinden sich meist auf Hausdächern und dienen der Aufheizung von Wasser für den Haushalt und die Heizung. Am gebräuchlichsten sind Flachkollektoren, die die aufgenommene Wärme über eine Wärmeträger-Flüssigkeit zu einem Wasserspeicher leiten, wo über einen Wärmetauscher das Trink- und Heizungswasser erwärmt wird. Dabei werden auch Vakuumkollektoren eingesetzt, die Sonnenwärme noch effizienter umsetzen.

Für eine rentable Nutzung solcher Solaranlagen ist die Sonneneinstrahlung in Deutschland ausreichend. Im Sommer lässt sich aus einer Dachanlage der Warmwasserbedarf eines Einfamilienhauses decken. Zur Überbrückung längerer Schlechtwetterperioden und für die Winterzeit ist allerdings eine zusätzliche Heizmöglichkeit nötig. Wenn die Solaranlage auch Heizungswasser erwärmt, kann die Nachheizung im Frühjahr und Herbst länger ausgeschaltet bleiben. Der Bau von Sonnenkollektoren wird von der Bundesregierung durch Zuschüsse gefördert.